Felke-Museum und Barfußpfad am Jungbornpark in Moers –Repelen
Die BSWG hat sich am 30.05.2026 bei schönstem Sonnenschein auf den Weg gemacht, um in Moers-Repelen die Geschichte dieses Ortsteils als Kurort zu erkunden.
Tatsächlich erlangte Moers-Repelen Anfang des 20. Jahrhunderts Weltruf als Kurort. 1894 hatte sich der evangelische Pfarrer Emanuel Felke (1856 – 1926) von Wuppertal nach Moers-Repelen versetzen lassen. Neben der Seelsorge für seine Gemeinde galt sein Interesse der Naturheilkunde. Mit der Unterstützung der Bürgerschaft entwickelte sich Repelen unter der Leitung von Pfarrer Felke binnen kurzer Zeit zu einem Ort, an dem Menschen aus aller Welt an der „Felke-Kur“ teilnahmen. Die Säulen der Felke-Kur waren Licht, Luft, Wasser und Erde (Lehm).
Im ehemaligen Kurpark, dem Jungbornpark genossen die Kurgäste die Anwendungen. Sie konnten unter anderem in den sogenannten „Licht-Luft-Hütten“ wohnen. Ein Nachbau einer Licht-Luft-Hütte befindet sich heute am Jungbornpark und dient als Museum.

Bild 1 zeigt das Felke-Museum. Es ist ein kleines eingeschossiges Holzhaus. In der Front des Hauses befinden sich zwei grüne Türen und zwei Fenster. Das Haus ist eingebettet in einen Garten.
Das Museum ist umgeben von einem Garten mit wunderbar duftenden Rosen, Küchen- und Heilkräutern.
Der Felkeverein Moers-Repelen e.V. hat uns diese besondere Vergangenheit Repelens auf herzliche und lebendige Weise nahegebracht. Vielen Dank dafür!
Wir genossen eine wunderbare Führung durch den Garten, durften die Pflanzen berühren und deren Düfte erleben.

Bild 2 zeigt unsere Gruppe im Garten. Verschiedene Duft- und Küchenkräuter sind dort zu sehen. Die Stauden sind unterschiedlich groß und blühen teilweise. Unsere Mitglieder bekommen Erklärungen zu den Pflanzen, berühren sie und nehmen deren Duft wahr.

Bild 3 zeigt eines unserer Mitglieder, wie es ganz nahe an einer rosafarbenen Rose deren Duft erschnuppert. Der Duft dieser Rosen hat den ganzen Garten erfüllt.
Das feine, kleine Museum zeigt liebevoll zusammengestellte Ausstellungsstücke aus der Wirkungszeit von Pfarrer Felke.
Und schließlich erlebten wir den Barfußpfad, der uns ein ganz besonderes Spürvergnügen bereitete. Es war unglaublich spannend, was unsere Füße alles spüren, wenn sie nicht in Schuhe gequetscht sind, sondern unmittelbar verschiedene Untergründe sensorisch erleben. Und ganz besonderen Spaß machten das Wassertretbecken, das Lehmbecken und der Summstein.

Bild 4 zeigt in Nahaufnahme die Beine zweier Mitglieder im Wassertretbecken. Das Wasser ist knietief und am Grund liegen Kieselsteine. Das kühle Wasser tat so gut an diesem warmen Tag.

Bild 5 zeigt eines unserer Mitglieder beim Summstein. Der Summstein ist ein großer Steinblock mit einer Aushöhlung in der Mitte. Eines unserer Mitglieder hat seinen Kopf in die Aushöhlung gesteckt und summt. Frau Christa Wittfeld vom Felkeverein steht bei unserem Mitglied und erklärt das Prinzip des Summsteins. Durch das Summen entsteht Resonanz, welche den ganzen Körper erfassen kann.

Bild 6 zeigt unsere Gruppe im Lehmbecken. Das Becken ist am Grund mit Lehm gefüllt. Das Wasser im Becken ist knöcheltief und durch den Lehm hellbraun gefärbt. Der Lehm hat sich teilweise am Grund abgesetzt und kann mit den Zehen losgekratzt werden. Prima Fußtraining!
Am Ende dieses schönen Tages machten wir es uns noch vor unserem Bootshaus gemütlich.

Bild 7 zeigt unsere Gruppe auf der Terrasse vor unserem Bootshaus.
